Vita

Der niederländische Bassbariton Berend Stumphius (geb. 1994) begann seine musikalische Laufbahn als Cellist und Dirigent, entschied sich jedoch während der Corona-Pandemie für einen Wechsel zum Gesang – unter der Anleitung seiner Tante Annegeer Stumphius.

Im Jahr 2023 debütierte er als Solist an der Dutch National Opera (wo er kurzfristig Misha Kiria als Napoleon in Alexander Raskatovs Animal Farm ersetzte) sowie an der Opera Zuid (als Huub und Piet in ihrer Adaption von Mozarts Der Schauspieldirektor). Weitere Bühnenrollen, die er bislang interpretierte, sind unter anderem Figaro (Le Nozze di Figaro), Papageno (Die Zauberflöte), die Basspartien in King Arthur sowie Ben (The Telephone).

Berend ist zudem ein gefragter Oratoriensolist und widmet sich mit großer Leidenschaft sowohl bekannten als auch selten aufgeführten Werken. In dieser Saison singt er unter anderem die Solopartien in Carmina Burana, den Requien von Brahms, Fauré, Mozart und Duruflé, in Carissimis Jephta sowie in den Passionen von J. S. Bach.

Neben seinen solistischen Engagements arbeitet er als freier Sänger mit den Chören der Dutch National Opera sowie der Wiener Staatsoper und bildet gemeinsam mit dem niederländischen Pianisten Duco Burgers ein Lied-Duo.

Seit seinen ersten Schritten als Sänger wurde Berend insbesondere von Annegeer Stumphius und Steve Sweetland geprägt. Derzeit erhält er regelmäßig Unterricht von Chelsea Bonagura. Weitere Lehrer, die zu seiner Entwicklung beigetragen haben, sind unter anderem Markus Eiche, Henny Diemer und Albert Pesendorfer.

Abseits des Gesangs ist Berend weiterhin als Kammermusiker und Dirigent aktiv und leitet eine jährlich stattfindende Kammermusikwoche, an der rund 140 junge Musikerinnen und Musiker teilnehmen.

Pianist

© Bjorn Frins